Verbindungsleitfaden
CJC-1295 (kein DAC): Was das kurzwirksame GHRH-Analogon ist und was die Forschung zeigt
Eine sachliche Beschreibung von CJC-1295 ohne Drug Affinity Complex: wie es sich von der DAC-Variante unterscheidet, welche GHRH-Mechanismen in der Forschungsliteratur untersucht wurden und wo die Verbindung rechtlich steht. Ausschließlich für die Forschung.
CJC-1295 (kein DAC) wird auf dieser Website ausschließlich als Forschungsreferenzmaterial für In-vitro- und Laborzwecke angeboten. Es ist kein zugelassenes Arzneimittel und wurde vom BfArM für keine klinische oder therapeutische Anwendung genehmigt. Unsere Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.
Was CJC-1295 (kein DAC) ist
CJC-1295 ist eine modifizierte Version von Growth-Hormone-Releasing Hormone (GHRH), dem hypothalamischen Peptid, das die Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) aus der Hypophyse stimuliert. Natives GHRH wird von der Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-4) schnell inaktiviert, was seine Halbwertszeit auf wenige Minuten begrenzt.
CJC-1295 verlängert die Halbwertszeit durch chemische Modifikation der Position 2 (Substitution von Alanin durch D-Alanin zur DPP-4-Resistenz) und durch weitere Veränderungen der Sequenz. Die Variante ohne DAC hat keine angehängte Maleimid-Gruppe für Albumin-Kopplung. Die Halbwertszeit liegt bei etwa 30 Minuten bis wenigen Stunden in Tiermodellen. Dies macht die No-DAC-Variante für Forschungsfragen interessanter, wo ein pulsatiles Wachstumshormonsignal untersucht werden soll.
CJC-1295 (kein DAC) wird in der Forschungsliteratur manchmal auch als Mod-GRF(1-29) bezeichnet, was auf die modifizierte GHRH-Sequenz an Positionen 1-29 hinweist. Als Forschungsreferenzmaterial ist es kein Arzneimittel und nicht für die menschliche Anwendung bestimmt.
Was die Forschung untersucht hat
GHRH-Analoga sind ein aktives Forschungsfeld, weil die GH-Achse an vielen physiologischen Prozessen beteiligt ist:
- GH-Sekretionsmuster. Die No-DAC-Variante erzeugt in Tiermodellen kürzere, pulsatile GH-Ausschüttungen als die DAC-Variante. Dies ist für Forschungsfragen relevant, bei denen das natürliche pulsatile GH-Muster imitiert werden soll.
- Kombination mit GHRP. In der Forschungspraxis wird CJC-1295 (kein DAC) häufig in Kombination mit GHRP wie Ipamorelin untersucht, da GHRH und GHRP synergistisch auf die GH-Ausschüttung wirken.
- Neuroendokrine Grundlagenforschung. Die GH-Achse mit GHRH, Somatostatin und GH-Rezeptoren ist ein komplexes Regulationssystem. GHRH-Analoga sind nützliche Werkzeuge für die Grundlagenforschung zu dieser Achse.
- Körperzusammensetzungs-Modelle. GH hat bekannte Effekte auf Lipolyse, Proteinsynthese und Knochenmetabolismus. Forschungsmodelle, die GHRH-Stimulation nutzen, untersuchen diese downstream-Effekte in Tierexperimenten.
Rechtslage in Deutschland
CJC-1295 ist kein in Deutschland zugelassenes Arzneimittel. Als GHRH-Analogon steht es auf der WADA-Verbotsliste (S2 Peptide Hormones), was sportrechtlich relevant sein kann. Als Forschungsreferenzmaterial für den Laboreinsatz gilt ein anderer regulatorischer Rahmen als für Arzneimittel nach AMG. Die konkrete rechtliche Einordnung eines Forschungsvorhabens sollte mit einem auf Arzneimittelrecht spezialisierten Anwalt besprochen werden. Unsere Rechtslage-Seite gibt einen Überblick über den deutschen AMG-Rahmen für Forschungsverbindungen.
CJC-1295 (kein DAC) in unserem Sortiment
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€74,99 Kontaktiere uns zur BestellungAusschließlich für den Laboreinsatz. Nicht für den menschlichen oder tierärztlichen Gebrauch. Bedingungen in unseren AGB.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CJC-1295 mit und ohne DAC?
Die DAC-Variante hat eine angehängte Maleimid-Gruppe, die kovalent an Albumin bindet und die Halbwertszeit auf Tage verlängert. Die No-DAC-Variante hat keine solche Gruppe und eine Wirkdauer von Stunden. Für pulsatiles GH-Signal ist die No-DAC-Variante oft relevanter.
Ist CJC-1295 (kein DAC) dasselbe wie Mod-GRF(1-29)?
Ja, beide Namen werden für dasselbe modifizierte GHRH-Analogon verwendet. Mod-GRF(1-29) betont die modifizierte N-terminale Sequenz des natürlichen GHRH.
Warum wird CJC-1295 (kein DAC) oft mit Ipamorelin kombiniert?
GHRH und GHRP wirken über verschiedene Rezeptoren synergistisch auf die GH-Ausschüttung. In Forschungsmodellen zeigt die Kombination stärkere GH-Stimulation als jede Verbindung allein.
Laborkontext: Wie CJC-1295 ohne DAC in der Grundlagenforschung eingesetzt wird
CJC-1295 ohne DAC ist ein Forschungsreferenzmaterial für den Laboreinsatz. Der Laborkontext unterscheidet sich grundlegend von klinischen oder therapeutischen Anwendungen. Im Labor werden kontrollierte In-vitro-Experimente durchgeführt, bei denen die Verbindung in definierten Konzentrationen auf Zellkulturen oder andere Modellsysteme angewendet wird. Ergebnisse aus solchen Laborexperimenten sind nicht direkt auf den menschlichen Organismus übertragbar.
Für Forschungslabors ist die chemische Reinheit und Identität des Referenzmaterials wichtig. Kalibrona bezieht CJC-1295 ohne DAC aus EU-internen Quellen. Die Dokumentation für verfügbare Chargen ist auf der Dokumentationsseite beschrieben. Wo Chargendokumentation vorhanden ist, wird sie der Charge zugeordnet, nicht der Produktlinie als Ganzes.
Die korrekte Lagerung von Forschungspeptiden ist für die Aufrechterhaltung ihrer chemischen Integrität wichtig. Lyophilisierte Peptide sollten generell bei niedrigen Temperaturen trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Nach Rekonstitution sind die Stabilitätszeiten deutlich kürzer. Spezifische Lagerungsempfehlungen für CJC-1295 ohne DAC liegen beim Forscher und hängen von den jeweiligen Laborbedingungen ab.
Laborprotokolle für die Verwendung von Peptid-Forschungsreferenzmaterialien variieren je nach Forschungsfrage. Übliche Anwendungen umfassen Bindungsaffinitätsstudien an transient transfizierten Zelllinien, Zellkulturexperimente zur Untersuchung von Signaltransduktionswegen, Enzymhemmstudien und biochemische Charakterisierungsexperimente. Die Auswahl des geeigneten Modellsystems und Protokolls liegt in der Verantwortung des Forschers.
Forschungsreferenzmaterialien wie CJC-1295 ohne DAC sind keine klinischen Prüfsubstanzen und wurden keiner regulatorischen Prüfung durch EMA oder BfArM für therapeutische Anwendungen unterzogen. Klinische Studien verwenden GMP-produzierte Prüfsubstanzen, die streng kontrollierten Qualitätsstandards entsprechen. Der Unterschied zwischen einem Forschungsreferenzmaterial und einem GMP-Prüfpräparat ist für Forscher, die Ergebnisse interpretieren, wichtig zu verstehen.
Die Grundlagenforschung mit CJC-1295 ohne DAC steht in einem breiteren wissenschaftlichen Kontext. Laborergebnisse werden typischerweise in Peer-Review-Zeitschriften publiziert, wo sie von anderen Forschern kritisch bewertet werden können. Die Reproduzierbarkeit von Laborexperimenten mit Peptid-Verbindungen ist ein allgemeines wissenschaftliches Problem, das von Faktoren wie Peptid-Qualität, Lagerungsbedingungen, Zellmodell-Authentizität und Protokolldetails abhängt.
Synthetische Peptide als Forschungsreferenzmaterialien ermöglichen es Labors, mechanistische Fragen zu untersuchen. Synthetische Peptide haben definierte chemische Identität, was eine wichtige Voraussetzung für reproduzierbare Forschung ist. Für CJC-1295 ohne DAC bedeutet das, dass Forscher mit einer definierten Verbindung arbeiten, nicht mit einem biologisch isolierten Extrakt variabler Zusammensetzung.
Die Handhabung sollte nach den Laborstandards für Verbindungen mit potenzieller biologischer Aktivität erfolgen. CJC-1295 ohne DAC ist nicht für die Injektion beim Menschen bestimmt und entspricht nicht den Qualitätsstandards für injektierbare pharmazeutische Produkte.
Kalibrona beschafft alle Forschungsreferenzmaterialien aus EU-internen Quellen und importiert keine Produkte aus Drittstaaten. Dies ist für die Rückverfolgbarkeit und Qualitätsdokumentation von Bedeutung. EU-interne Bezugsquellen unterliegen EU-regulatorischen Anforderungen, was für Forscher, die Compliance-Anforderungen beachten müssen, relevant ist.
Verwandte Verbindungen im Kalibrona-Sortiment
Für Forschungsprotokolle, die mehrere verwandte Verbindungen vergleichen wollen, bietet Kalibrona ein breites Sortiment an Forschungsreferenzmaterialien an. Das Vollsortiment ist auf unserer Shopseite verfügbar. Für spezifische Kombinationsanfragen steht unser Kontaktformular zur Verfügung.
Die Grundlagenforschung mit einer einzigen Verbindung gibt oft unvollständige Informationen. Vergleichsexperimente mit verwandten Verbindungen, Negativkontrollen und bekannten Referenzagonisten oder -antagonisten sind methodisch wichtig für die korrekte Interpretation von Laborergebnissen. Unser Sortiment ist so aufgebaut, dass es Forscher mit einem breiten Spektrum an Peptid-Verbindungen für genau solche Vergleichsexperimente ausstatten kann.
Kalibrona verfolgt einen transparenten Ansatz: Wir beschreiben, was über eine Verbindung bekannt ist, ohne Behauptungen aufzustellen, die wir nicht belegen können. Für CJC-1295 ohne DAC bedeutet das, dass wir die publizierte Forschungsliteratur sachlich zusammenfassen und klar unterscheiden, was im Labormodell gezeigt wurde und was über diese Befunde hinausgeht. Diese Unterscheidung ist für den seriösen Umgang mit Forschungsreferenzmaterialien grundlegend.
Wenn mehrere Verbindungen für ein Forschungsprojekt beschafft werden sollen, empfehlen wir, die gesamte Bestellung zusammenzufassen. Alle Produkte werden mit derselben Sorgfalt bei Verpackung, Kühlung während des Transports und Dokumentation behandelt. Genauere Informationen zu Versand und Lagerungsbedingungen während des Transports finden sich auf unserer Versandseite.
Lagerung, Handling und Stabilitätshinweise für CJC-1295 ohne DAC
Die korrekte Lagerung lyophilisierter Forschungspeptide ist entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer chemischen Integrität über Zeit. Lyophilisierung (Gefriertrocknung) entfernt Wasser aus der Probe und hinterlässt eine trockene, stabile Matrix, die bei geeigneten Bedingungen deutlich länger haltbar ist als eine wässrige Lösung. Für die Lagerung gilt allgemein: trocken, lichtgeschützt und bei niedriger Temperatur.
Für CJC-1295 ohne DAC als Forschungsreferenzmaterial empfiehlt sich die Lagerung bei -20°C im trockenen Zustand. Bei dieser Temperatur bleibt die lyophilisierte Substanz für Forschungszwecke über einen längeren Zeitraum stabil. Öffnen des Fläschchens in einer feuchten Atmosphäre sollte vermieden werden, da Feuchtigkeit die Rehydratisierung der lyophilisierten Matrix einleiten kann. Ein Auftauen des Fläschchens vor dem Öffnen auf Raumtemperatur in geschlossenem Zustand verhindert Kondensation im Innern.
Nach Rekonstitution in einem geeigneten Lösungsmittel (bakteriostatisches Wasser, steriles Wasser oder 0,6% Essigsäure je nach Peptideigenschaften) sollte die Lösung bei 4°C gelagert und zeitnah verwendet werden. Wiederholtes Einfrieren und Auftauen der rekonstituierten Lösung verschlechtert die Qualität durch mechanischen Stress auf die Peptidstruktur und sollte vermieden werden. Wenn nötig, können Aliquots der rekonstituierten Lösung eingefroren werden, die dann einzeln aufgetaut werden.
Die Lagerungsstabilität von CJC-1295 ohne DAC hängt von seiner spezifischen Aminosäuresequenz und etwaigen Modifikationen ab. Peptide mit empfindlichen Aminosäuren wie Methionin (anfällig für Oxidation), Cystein (Disulfidbildung), Asparagin (Deamidierung) oder Tryptophan (Lichtdegradation) erfordern besondere Schutzmaßnahmen. Für peptidspezifische Stabilitätsinformationen sollten Forscher die Fachliteratur oder technische Datenblätter des Herstellers konsultieren.
Schutzgas-Atmosphäre im Fläschchen (Stickstoff oder Argon) verhindert die Oxidation sauerstoffempfindlicher Aminosäuren. Kalibrona-Fläschchen werden unter entsprechenden Bedingungen versiegelt, um die Qualität während des Transports zu erhalten. Nach dem ersten Öffnen ist diese Schutzatmosphäre nicht mehr vorhanden, weshalb eine zügige Verwendung oder sorgfältige Wieder-Versiegelung empfehlenswert ist.
Bei der Handhabung von CJC-1295 ohne DAC im Labor sollten die üblichen Schutzmaßnahmen für Verbindungen mit unbekannter biologischer Aktivität eingehalten werden. Schutzhandschuhe, Laborkittel und wenn nötig Augen- und Atemschutz sind Standard. Da es sich um ein Forschungsreferenzmaterial und kein zugelassenes Arzneimittel handelt, liegen Sicherheitsdatenblätter im pharmazeutischen Sinne nicht vor. Forscher handeln nach eigenem Ermessen und institutionellen Sicherheitsrichtlinien.
Entsorgung von Resten von CJC-1295 ohne DAC sollte nach den institutionellen Richtlinien für chemische Abfälle erfolgen. In der EU gelten die Vorschriften der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle. Spezifische Entsorgungsanweisungen sollten mit dem institutsinternen Chemikalienbeauftragten abgestimmt werden.
EU-interne Beschaffung: Was das bedeutet
Kalibrona bezieht alle Forschungsreferenzmaterialien aus EU-internen Quellen. Das bedeutet, dass CJC-1295 ohne DAC und alle anderen Verbindungen aus Lieferketten stammen, die vollständig innerhalb der Europäischen Union liegen. Es werden keine Produkte aus Drittstaaten importiert.
Für Forschungslabors in Deutschland und der EU hat diese Beschaffungspolitik praktische Implikationen. EU-interne Lieferketten unterliegen EU-regulatorischen Rahmenbedingungen. Zollprozesse für Importe aus Drittstaaten entfallen, was Lieferzeiten und potenzielle Verzögerungen durch Zollprüfungen reduziert. Die Rückverfolgbarkeit innerhalb der EU ist durch EU-regulatorische Anforderungen unterstützt.
Die konkrete rechtliche Einordnung von Forschungsreferenzmaterialien wie CJC-1295 ohne DAC ist nicht trivial und hängt von der spezifischen Verbindung, dem Verwendungszweck und dem regulatorischen Kontext ab. Unsere Rechtslage-Seite gibt einen Überblick über die für Deutschland relevanten regulatorischen Rahmenbedingungen. Für spezifische rechtliche Fragen empfehlen wir die Konsultation eines auf Arzneimittelrecht spezialisierten Rechtsanwalts.